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Gustave Flaubert

Rouen 1821 - Croisset 1880


Der französische Schriftsteller Gustave Flaubert wird am 12. Dezember 1821 in Rouen geboren. Zunächst besucht er das Collège Royal, das er 1840 mit dem Abitur abschließt.
Bereits in seiner Jugend schreibt Flaubert unermüdlich und verfasst seit 1834-35 erste Theaterstücke, Dramen und historische Romane. Außerdem gründet er die Schülerzeitung "Art et Progrès". 1837 wird in der literarischen Zeitung "Colibri" erstmals eine Erzählung des Schriftstellers gedruckt.
Nach dem Schulabschluss unternimmt er eine Reise in die Pyrenäen und nach Korsika. Ab dem Jahr 1841 absolviert Flaubert in Paris auf Wunsch des Vaters ein Jurastudium. 1842 wird er durch das Losverfahren vom Militär befreit und zieht nun endgültig nach Paris. Im Jahre 1843 verkehrt Gustave Flaubert vermehrt im Atelier des Bildhauers James Pradier (1790–1852). Hier lernt er den Schriftsteller und Dichter Victor Hugo (1802–85) kennen. Im Jahr darauf erleidet Gustave Flaubert seinen ersten Nervenanfall. Daraufhin darf er sein Studium aufgeben um sich ganz seinen Interessen zu widmen.
Den Großteil seiner Zeit verbringt er auf dem Landsitz der Familie in Croisset. 1847 unternimmt der Schriftsteller eine dreimonatige Wanderung mit Maxim Du Camp (1822 – 94) durch die Touraine, die Bretagne und die Normandie. Im darauf folgenden Jahr reist er nach Paris um dort die Februarrevolution mitzuerleben. Zusammen mit den Aufständischen dringt Gustave Flaubert in die Tuillerien ein. Ebenfalls mit Maxim Du Camp unternimmt er 1849 bis 1851 eine Orientreise. Der Schriftsteller stellt hohe Ansprüche an sich selbst und lässt daher lange Zeit alle Manuskripte unpubliziert.
Das erste gedruckte Werk ist "Madame Bovary", welches Flaubert 1851 beginnt und im Jahre 1857 als Buch veröffentlicht. Auf Grund der Schilderung des Ehebruchs und wegen dem Verstoß gegen Moral und Religion wird er angeklagt. Dadurch wird das Werk zum Skandalerfolg. In den Jahren 1857 bis 1862 arbeitet der Schriftsteller fünf Jahre an dem historischen Roman "Salammbô". Dieser Schildert eine Episode aus den Kämpfen zwischen Rom und Karthago.
Zur Vorbereitung dieses Werkes reist Flaubert 1858 nach Tunesien. Seit 1864 befindet er sich in einer selbstgewollten Isolation in Croisset. Es folgen nur noch gelegentliche Aufenthalte in Paris, um sich mit seiner langjährigen Geliebten, der Schriftstellerin Louise Colet (1810–76), zu treffen. 1869 erscheint "L’Éducation sentimentale", an dem der Schriftsteller zuvor 26 Jahre arbeitet. Die Werke "Madame Bovary" und "L’Éducation" gelten als epochemachend für die Entwicklung des europäischen Romans. Den Roman "Bouvard er Pécuchet" beginnt Gustave Flaubert 1874, doch er wird erst nach seinem Tod im Jahre 1881 unvollendet veröffentlicht.
Gustave Flaubert stirbt am 8. Mai 1880 in Croisset. Im selben Jahr widmen ihm Emile Zola, Céard, Leon Hennique, Alexis, Guy de Maupassant und andere den Sammelband "Soirées de Médan".


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